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Mag. art. Johannes Weckl geboren 1983 in Münchenlebt und arbeitet in Wien Ab 2004 Studium der Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste München2006- 2012 Studium der Bühnen- und Filmgestaltung an der Universität für angewandte Kunst in Wien bei Prof. Bernhard Kleber, Diplom  2011/12. Arbeitet seit 2008 als selbstständiger Ausstatter. Er schuf Bühnenbilder und Kostüme u.a. für Haiko Pfost, Yosi Wanunu, Volker Schmidt, Michikazu Matsune, Ibrahim Quraishi, Zhang Xian, Steffen Höld, Barbara Weber, Michael Schlecht, Milena Michalekund Anna Zirner. Arbeitete im Auftrag von Wiener Festwochen, brut Wien, hermés Paris, Schauspielhaus Wien, ImpulsTanz Festival Wien, HAU Berlin, Werk X, Landestheater Linz, Werk X Steffl Departmentstores Wien, Impulse Theater Festival Düsseldorf,Eldorado Wien, Theater Drachengasse Wien, Dutch Culture Center Shanghai, Volksoper Wien, Spielart Festival München, Landestheater Niederösterreich Spielortgestaltung (Gestaltung der Bar, des Foyers und des Publikumsbereiches) für:brut- wien, Wien 2008-2015WUK Performing Arts 2013Werk-X, Wien Meidling 2014Wiener Festwochen, Gösserhallen & F23 Wien 2018Impulse Theater Festival, Ringlockschuppen Mühlheim an der Ruhr 2018Impulse Theater Festival, Düsseldorf 2019 Gestaltete und baute Set-Designs für RegisseurInnen/ Filmkünstler wie Björn Kämmerer, Bernadette Weigel und Stefanie Winter. Auslagen- Gestaltung/ Visual Merchandise Gestaltung der Auslagen von Hermès in Wien 2016 und 2017 (Design und Umsetzung).Gestaltung der Auslagen Steffi Department Store April 2017+ April 2018 (Design und Umsetzung). Weitere:Bühnenbild- Assistent an der Volksoper Wien 2017 (für Stephan Prattes)Technische Leitung, Lichtdesign und Bühnentechnik bei verschiedenen freien Theaterproduktionen.Art Director für Kurt Faudon, Wiener Sängerknaben 2013 und 2014.Standby- Props für den Film Point Break von Ericsson Core, Warner Bros. 2015.5 Jahre freie Mitarbeit bei Vienna Arthandling im Bereich Ausstellungsaufbau und Gestaltung im 21er Haus, KHM, Weltmuseum, Belvedere uvm.Werbung für Billa in Zusammenarbeit mit Christoph Meissner. Bühnenbild / Ausstattung / Realisation / Gestaltung    (Auswahl) Anders (Bühne und Kostüme)von Andreas Steinhöfel, Regie: Volker Schmidt, Landestheater Niederösterreich, 2018 Freiheit (Bühne)von Volker Schmidt,  Regie: Volker Schmidt, Blumenhof Wien 2017 Kohlhaas (wir sind überall) (Bühne) von Volker Schmidt (Kooperation mit dem MUK) Regie: Volker Schmidt, Schauspielhaus Wien 2017 Die Schattenseite meines Lebens als Lichtgestalt (Bühne und Kostüme)von Leon Engler (Regie: Michael Schlecht, Theater Drachengasse Wien, 2016) Reigen- a postporn Schnitzler (Bühne)(Regie: Yosi Wanunu, Haiko Pfost, Werk X, Wien 2016) Wanda Bussi Tour (Design/ Dekoration)Wanda (Dekoration, Wien 2015) Hiatus  (Bühne und Kostüme) von Satellit Produktion (Regie: Ana Zirner, 2015 Spielart- Festival, Schwere Reiter München) Vienna Boys Choir (Design/ Dekoration) von Curt Faudon (Regie: Curt Faudon, 2015 Schloßtheater Schönbrunn) Hunde Gottes (Bühne) von Thiemo Strutzenberger, Regie: Barbara Weber Schauspielhaus Wien 2014 Werk X (Entwurf und Abwicklung) Spielortgestaltung, Gestaltung Publikumsbereich (Gemeinsam mit Thea Hoffmann- Axthelm) Wien 2014 Unser Mann in Havanna (Bühne und Kostüme)von Graham Greene (Regie: Steffen Höld, Landestheater Linz, Mai 2015) Konnte nicht Aufgeführt werden wegen Lizenzproblemen. A Wildlife Take away Stationvon Ibrahim Quraishi (2010  HAU3, Hebbel Theater Berlin, Regie Ibrahim Quraishi)
 The Red Chamber  von Ibrahim Quraishi & Zhang Xian, (2010 Dutch Culture Center, Shanghai, China. Regie:  Ibrahim Quraishi & Zhang Xian) Baal  von Bertold Brecht (2010, Neue Studiobühne am Max Reinhard Seminar, Wien, Regie:  Julian van Daal) Gyre und Tourette von Björn Kämmerer, Wien 2009 und 2010 Warten auf Godot von Samuel Beckett (2012, Universität für angewandte Kunst Wien, Regie: Julian van Daal) Aion Zondvon Johannes Weckt (2012, Multimedia Installation, The Essence, Künstlerhaus Wien, Universität für angewandte Kunst Wien) Annika oder wir sind nichts von Dietmar Dath (2012 Garage X Wien, Regie: Steffen Höld) Psychodrom und Parapraxis02 mit Stephanie Winter, Wien 2013 Picnic with old Mastersvon Michikazu Matsune (2013 Residenz Galerie, Sommerszene Salzburg, Regie: Michikazu Matsune) Night will come von Michikazu Matsune und Clara Furey (2013 bei Impulstanz im Weltmuseum Wien)  
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info@johannesweckl.com
night will comevon Michikazu Matsune und Clara Furey 2013Impulstanz im Weltmuseum Wien Choreografie: Michikazu Matsune und Clara Furey Bühnenbild: Johannes WecklKostüm: Michikazu Matsune
baalvon Bertold Brecht  2010 Neue Studiobühne am Max Reinhard Seminar, Wien Regie: Julian van Daal Bühnenbild:  Johannes Weckl Kostüm: Anna-Sophie Berger
Ansicht: Universität für Angewandte Kunst Wien
aion zondvon Johannes Weckl 2012 The Essence 2012 im Künstlerhaus Wien, 2012Universität für Angewandte Kunst Wien Multimedia Installation
Ansicht: The Essence 2012 im Künstlerhaus Wien
annika oder wir sind nichts von Dietmar Dath 2012 Uraufführung Garage X Wien  Regie: Steffen Höld Bühnenbild und Kostüm: Johannes Weckl
psychodrom und parapraxis 02von Stephanie Winter,  2013 Brut Zieglergasse, Wien Regie: Stephanie Winter Ausstattung: Johannes Weckl und Christof Fischer
a wildlife take away stationvon Ibrahim Quraishi 2010 HAU3, Hebbel Theater Berlin,  Choreografie: Ibrahim Quraishi Ausstattung: Johannes Weckl und Sebastian Bauer
shivervon Natalia Escobar und Matse Görig  2010 FilmBerlin 2010 Kamera: Immanuel Hick Set Design: Johannes Weckl
hopper von Bernadette Weigel2007 Filmakademie Wien Ausstattung: Johannes Weckl,  Ece Anisiglu, Thomas Lehner
the red chambervon Ibrahim Quraishi & Zhang Xian 2010  Dutch Culture Center, Shanghai, China Choreografie:  Ibrahim Quraishi und Zhang Xian Bühnenbild: Johannes Weckl
warten auf godotvon Samuel Beckett  2012  Universität für angewandte Kunst Wien Regie: Julian van Daal Bühnenbild und Kostüm: Johannes Weckl Mit: Felix von Bredow und Stefan Bartunek 
Fotografie: Alexis Pelikanos
Pressestimmen
Hunde Gottesvon Thiemo Strutzenberger Uraufführung: 11. Oktober 2014 Schauspielhaus Wien Regie: Barbara Weber Bühnenbild: Johannes Weckl Kostüme: Elke Gattinger Musik: Arvild Baud Mit: Steffen Höld Katja Jung Nicola Kirsch Florian von Manteuffel Gideon Maoz Simon Zagermann  
Info
Die Schattenseite meines Lebens als Lichtgestaltvon Leon EnglerUraufführungTheater Drachengasse ATPremiere: 09.05.2016 Besetzung:Author: Leon EnglerRegie: MIchael SchlechtRA: Moritz MaliersBühnenbild & Kostüme: Johannes WecklBA: Henrike Heiland mit:Okan Cömert,Roman Blumenschein, Wenzel Brücher
Fotografie: Johannes Weckl
Allah am HandyAbsurdes Theater stellt die Glaubensfrage in der Drachengasse.Gabriel (Okan Cömert) hat seit drei Tagen und 17 Stunden nicht mehr geschlafen. Dementsprechend abgespannt hockt er auf dem Kaffeautomat, als ihm Ahmad (Roman Blumenschein) begegnet. Doch Schlaf ist für ihn eine Erfindung der Schlafindustrie. Er erklärt Ahmad seine Liebe und lädt sich in dessen Bett ein, natürlich nicht, um zu schlafen. In "Die Schattenseite meines Lebens als Lichtgestalt" von Leon Engler diskutieren der "postmoderne Agnostiker" Gabriel und der gläubige Muslim Ahmad über Glauben und Liebe. Gabriel kennt sich als Internist aus mit dem Innenleben des Menschen und hat zwischen den Organen keine Bestimmung und keine ewige Wahrheit gesehen. Yusuf (Wenzel Brücher), den er von der Tankstelle dazuholt, weil dieser auch nicht schlafen kann, ist schnell überzeugt. Auf der Bühne (Johannes Weckl) findet sich nicht mehr als ein dampfspuckender Kaffeeautomat und ein Perserteppich. Auf diesem entwickelt sich eine spannend choreografierte Dreiecksgeschichte. Dabei wird in wilden Dialogen nicht nur der Glaube auf die Probe gestellt, es werden Herzen gebrochen und schlussendlich wird Allah höchstpersönlich mit dem Handy angerufen. Die drei Schauspieler bewegen sich gekonnt an der Grenze von Tragik und absurder Komik. Auch wenn der übermüdete Hedonist Gabriel im Wahn viel Unsinn redet, ist es dem Charisma seines Darstellers geschuldet, dass man ihm trotzdem folgt. Ganz am Ende wird er doch noch müde, wenn als Einziges zu sagen bleibt: "Ich liebe Dichter aus Indien." wienerzeitung.at 12.5.2016 "Die Schattenseite meines Lebens...": Scharia, Schlaflosigkeit und schwuler Sex"Die Schattenseite meines Lebens als Lichtgestalt" im Theater DrachengasseWien – Man stimmt der Schlusspointe zu, Dichter aus Indien mögen einiges für sich haben. Gegeben wird in der Drachengasse aktuell aber ein junger Wortverbinder aus Deutschland. In Berlin studiert Leon Engler Kulturwissenschaft. Das hört man dem mittlerweile vierten Stück des 26-Jährigen, Die Schattenseite meines Lebens als Lichtgestalt, an. Handlungskern der Uraufführung ist eine nächtliche Begegnung: Wie die Schlange im Paradiesgarten am Baum der Erkenntnis hockt Gabriel (eindringlich psychopathisch: Okan Cömert), in silberner Jacke und von überbordendem sexuellem Trieb, am Kaffeeautomaten und versucht, Ahmad (Roman Blumenschein) auf seine Seite zu ziehen. Beziehungsweise sich in das Bett des Moslems. Nicht um zu träumen, macht er klar. Ahmad aber will lieber allein heim. Schlaflosigkeit als SubversionWas sich daraus entspinnt, ist eine harte Konfrontation: hier der "Verdammte", für den Müdigkeit nichts weiter ist als eine Erfindung der Schlafindustrie. Überhaupt steckten sämtliche Verhaltensweisen als gesellschaftliche Repressionen in uns, man müsse sich einfach gegen diese entscheiden, zu seinem eigenen Unterdrücker werden. Drei Tage ist er in einem subversiven Akt schon wach, taumelnd zwischen Wahnsinn und Visionen. Und dort der "Heilige", der für Allah jedem Begehr entsagt. Gar so verschieden, stellt sich nach und nach heraus, sind die beiden allerdings nicht. Ihr Gehorsam bezieht sich bloß auf verschiedene Herren. Das ist der Witz des Stücks, das sich als Ablehnung alles Dogmatischen und zugleich als Warnung vor absoluter Freiheit erweist. Leicht bekleidete KraxeleienSchaffen es Termini wie der "postmoderne Agnostiker" von der zugrundeliegenden Konzeption hinüber in den Dialogtext, wirkt das mitunter arg gewollt klug. Ganz gelassen hingegen erheitert Regisseur Michael Schlecht sein Publikum mit leicht bekleideten Kraxeleien in der zum Sexsultanat umfunktionierten Wohnung Ahmads (Ausstattung: Johannes Weckl). Spät, aber effektvoll tritt hier zudem Jusuf (Wenzel Brücher) als devotes Anhängsel des Duos in das Netz von Liebe, Sex, Glaube und Gesetz ein. Wären sie, zu ihrem Besten, doch lieber ins Bett gegangen. Der Standard, 10.5.2016 www.drachengasse.at
Die Schattenseite meines Lebens als Lichtgestalt von Leon Engler Uraufführung Eigenproduktion Theater Drachengasse Theater Drachengasse 9. Mai – 8. Juni 2016 In dieser Welt musst du dein eigener Unterdrücker sein, sonst platzt dir der Kopf. Wir sind alle so ekelerregend frei und tabulos. Gabriel hat drei Tage und siebzehn Stunden nicht mehr geschlafen, denn Müdigkeit ist doch nur eine Erfindung der Schlafindustrie. Statt Schlaf breiten sich nun Visionen in ihm aus. Wie die von einem schlaffreien Gefängnis. Dort, so träumt Gabriel,  findet man die Erlösung. Niemand ist mehr selbst schuld, die Schuld wird von anderen verwaltet. Mit  Ahmad aus dem Sultanat Brunei trifft er den richtigen Mann für seine Vision. In dessen kleiner dunkler Wohnung will er das Gefängnis bauen. Und ihn dazu bringen, die Hosen runterzulassen.  Auch wenn die Scharia, die als Gesetz herrschen soll, ihn mancherorts dafür steinigen lassen würde. Als erster Gefängnisgast kommt Jusuf aus der Türkei, der gerade nicht schlafen kann. Sofort ereilt ihn die magische Verdammnis: er kann nun gar nicht mehr schlafen, weil er weiß, er muss nicht. Kein Problem, erklärt ihm Gabriel. Schließlich verdoppelt das seine Lebenszeit. Und was er damit  anfängt, muss ihn nicht mehr kümmern. Es ist ja nicht mehr seine Zeit. Endlich ist niemand mehr der Zumutung der Freiheit ausgesetzt. Nach den großen Erfolgen mit X Jahre Kriegsfreiheit und Wasserstoffbrennen ist Die Schattenseite meines Lebens als Lichtgestalt die dritte Arbeit der Jurypreis-Gewinner 2013 in der Drachengasse.   Regie: Michael Schlecht Bühne, Kostüm: Johannes Weckl Regieassistenz: Moritz Maliers Bühnenbildassistenz: Henrike Heiland Es spielen: Roman Blumenschein, Wenzel Brücher und Okan Cömert Rechte beim Autor Dauer: 1:15 ohne Pause Quelle: www.drachengasse.at
Anders von Andreas Steinhöfel in einer Fassung von Anne Bader Landestheater Niederösterreich BIH 2018 Premiere 19.1.2018 Inszenierung: Volker Schmidt Bühne und Kostüme: Johannes Weckt Mit:  Hanna Binder Tim Breivogel Bettina Kerl Catthrine Dumont Luka Vlatkovic
Fotografie: Johannes Weckl
Fotografie: Alexis Pelekanos
Besetzung: Inszenierung Volker Schmidt Bühne und Kostüme Johannes Weckl Kostümassistenz. Anna Hostek Video: Philipp Haupt                 Musikalische Leitung: Luka Vlatkovic                 Dramaturgie: Kai Krösche Anders/Felix:                                     Hanna Binder Ben/Andre/Erzähler 1:                       Tim Breyvogel Romy/Sabine/Wickert/Erzählerin 2:  Cathrine Dumont Nisse/Stack/Erzähler 3:                     Luka Vlatković Melanie/Frau Heinsel/Erzählerin 4:   Bettina Kerl
Freiheit 2017 von Volker Schmidt   Eine Produktion der new space company. Blumenhof, Wien.     Regie Volker Schmidt  Bühne, Kostüme und Licht Johannes Weckl  Produktion Jochen Schmidtberger   Mit: Veronika Glatzner, Nancy Mensah-Offei, Maresi Riegner,  Sami Loris, Daniel Wagner  
Beschreibung: Fünf junge, gestylte, urbane und total bewusste Menschen auf der richtigen Seite des Lebens  wollen ein paar entspannte Tage in ihrem Landhaus verbringen – doch spätestens seit Tschechow weiß man, dass der Rückzug aufs Land kein gutes Ende haben wird. Die Welt der vier gerät im Laufe des Abends ins Wanken – Gewissheiten werden zu Plattitüden, Überzeugungen enttarnen sich als scheinheilige Political Correctness. JedeR Einzelne verliert immer mehr den Boden unter den Füßen. Es wird offensichtlich, dass sie alle der radikal verändernden Realität unserer Welt ratlos gegenüber stehen.  
Lustvoll will Schmidt Lebensgewissheiten dekonstruieren, und das ist mit rasanten Dialogen in toller Besetzung wahnsinnig witzig geraten. Der Industriecharme des Blumenhofs bietet eine treffliche Kulisse. Sehenswert!Der Standard   Gezeigt wird eine Gesellschaft, die so paradox es klingt in ihrer Freiheit gefangen ist. Charmant übertriebene Kostüme treffen auf eine nicht geringe Anzahl wohlformulierter und treffender Zitate, dargeboten in der ansprechenden Location des Blumenhof.Kulturfüchsin  Das höchst intensive Spiel aller Beteiligten, zum Teil zwischen dem Publikum, überzeugt genauso wie das rasante Tempo, mit dem Schmidt seine Geschichte vorantreibt. Der Aufführungsort schmiegt sich wie eine stimmige Haut rund um die zwischenmenschliche Auseinandersetzung und spiegelt mit seiner Industriearchitektur die kühle Grundstimmung, in die sich die Freunde selbst hineinmanövrieren.European Cultural News
Nominiert für das virtuelle nachtkritik.de-Theatertreffen:  Hunde Gotteswurde zu einer der 45 wichtigsten Inszenierungen des Jahres 2014 gewählt! Inhalt:  Während die Eröffnungsproduktion dieser Spielzeit, Sinfonie des sonnigen Tages, die Gattung des musikalischen Melodrams aufgreift, bezieht sichHunde Gottes allem voran auf das Hollywoodmelodram der 1950er-Jahre – auch wenn Rollennamen wie Dante Alighieri und Francesco Petrarca auf historische Figuren und somit auf das kulturgeschichtlich singuläre Florenz der Frührenaissance verweisen. Lange als „Hausfrauengenre“ desavouiert, als trivial, kitschig, sentimental, reaktionär verschrien, versucht das Filmmelodram vielmehr jene Problematik zu beschreiben, die entsteht, wenn soziale Anforderung und individueller Wunsch nicht zur Deckung gebracht werden können: Strutzenberger zitiert, analysiert und variiert Motive aus den Arbeiten Douglas Sirks, des zentralen Regisseurs jenes Genres, und arbeitet sich über eine Fülle von kultur- und filmtheoretischen Querverweisen ins Zentrum seines Neo-Melodrams vor; dabei denkt er in Hunde Gottes diese Form neu: als Spiel der Identitäten, als Vexierbild, als Maskerade, in der Geschlechterrollen und Hierarchien transformiert werden und sich als soziale Konstrukte erweisen. (Text: Schauspielhaus Wien)